GWP

Das sogenannte Geisteswissenschaftliche Propädeutikum (kurz und knapp GWP) ist als Institution der Universität Stuttgart an der Fakultät 09, der Historisch-Philosophischen Fakultät, mit dem Ziel eingerichtet worden, die Studierenden geisteswissenschaftlicher Fächer besonders in der Studieneingangsphase zu unterstützen.

Fakultät 09 - Das Geisteswissenschaftliche Propädeutikum (GWP)

Die Studieneingangsphase ist nachweislich die zentrale und besonders kritische Phase für den Studienerfolg respektive Abbruch eines begonnenen Studiums. Studien zur Studieneingangsphase weisen nach, welche Aspekte für die Lehr-Lern-Situationen förderlich bis unabdingbar sind: Notwendig für den Studienerfolg ist eine starke Fachverbundenheit. Sie fördert nicht nur die Studienleistungen, sondern nachweislich auch das eigenaktive Studieren und die Studienmotivation sowie ein Streben nach Kontakt und Austausch mit Lehrenden und anderen Studierenden – Letzterer ein Aspekt, der die Motivation wiederum stark beeinflusst.[1]

Diesen Ergebnissen trägt unser Programm Rechnung: Die Studierenden der ersten Semester werden durch unser Programm schneller ins Studium eingeführt und früh mit den Fachkulturen vertraut gemacht, sodass ihnen eine Orientierung hinsichtlich der Fachwahl explizit früh ermöglicht wird. Die Hochschuleinsozialisation ist die für die Studierenden wichtigste Komponente unseres Vorkurses (zum Programm unten). Studierende höherer Semester unterstützen wir durch extracurriculare Zusatzangebote, in denen sie die Spezifika und Methoden der eigenen Fächer in intensiverer Auseinandersetzung (z. B. interdisziplinär) erarbeiten können.

Das GWP ist ein Projektzusammenschluss aus vier Fächern (Kunstgeschichte, Geschichte, Anglistik, Philosophie) und besteht aus einem 4-köpfigen Team. Wir bieten sowohl gemeinsame Kurse (Vorkurs für Erstsemester jährlich im Oktober, Interdisziplinärer Kurs im SoSe) als auch solche an, die zwar fachspezifisch zugeschnitten sind, aber immer allen Studierenden ebenfalls offen stehen.

In unserer Arbeit folgen wir dem sogenannten "Stuttgarter Weg", dessen Leitgedanke der vernetzten Disziplinen das besondere Profil der Universität Stuttgart prägt und zu einem ihrer Markenzeichen geworden ist. Wir suchen in diesem Sinne die überfachliche (interdisziplinäre) Vernetzung: Ein großes Plus für Ihre Zukunft im Studium, in der Wissenschaft und später im Berufsleben!

 

[1] Ulrich Heublein et al., Zwischen Studienerwartungen und  Studienwirklichkeit, 2017, o.S. (Einleitung; unter Kap. IX)

Studierende der Geisteswissenschaften beim Vorkurs des GWP im Oktober 2018 (c) Claus Baumann

Bisherige Studienangebote des GWP waren beispielsweise:

  • Ein jährlicher Vorkurs für Erstsemester, der in den zwei ersten Oktoberwochen stattfindet und fachübergreifende Bausteine wie fachspezifische Einführungen umfasst.
  • Offene Beratungsangebote
  • „Start-up!“-Angebote, d.h. fachspezifische Einführungsbausteine für Erstsemester, die im ersten Wintersemester an den Vorkurs anschließen.
  • „Geisteswiss. Crashkurse“, die einzelne Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens kompakt vermitteln, wie Lektüre (Philosophie), Bildbeschreibungen (Kunstgeschichte), Orthographie (Kooperation mit der Linguistik)
  • fachspezifische Orientierungskurse: sogenannte Plus-Kurse - Lernen mit individ. Geschwindigkeit (Anglistik), Epochenkurs (Geschichte)
  • Interdisziplinäre Kurse jeweils im SoSe (2017 zur Reformation, 2018 zur Frz. Revolution), die sich inhaltlich aus allen vier Fächern zusammensetzen, und zwar sowohl Studierende also auch wir Dozierenden

Für Studierende der Kunstgeschichte

Um die Bedürfnisse der Studierenden der Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart besser zu verstehen und als beauftragte innovative Lehrkonzepte in Programme des GWP umsetzen zu können, erprobe ich zusätzlich diverse Formate in curricularen Veranstaltungen des Fachs Kunstgeschichte, mit dem Schwerpunkt auf der Studieneingangsphase (Propädeutika, Übungen, Proseminare etc.).

Diese werden auf der Grundlage neuester hochschuldidaktischer Erkenntnisse entwickelt (Zertifikat Hochschullehre beim Interdisziplinären Kolleg Hochschuldidaktik der Goethe-Universität Frankfurt am Main; Fellow des Lehren Dachprogramms der Toepfer Stiftung 2019).

Im Rahmen des GWP biete ich im SoSe 2019 darüber hinaus für Studierende der Kunstgeschichte und anderer Fächer folgenden Kurs:

 

“Start up! Tipps und Tricks für das wissenschaftliche Arbeiten (Recherche, Referate, Hausarbeiten)“

Dr. Corina Meyer

Besonders für Zweitsemester geeignet – aber alle anderen Semester sind ebenso herzlich willkommen!

Sie müssen ein Referat halten und wissen eigentlich nicht, wo Sie beginnen sollen, wie Sie die Aufgabe meistern sollen? Wie man recherchiert, welche Dinge von Ihnen gefordert werden, ohne dass es Ihnen jemand mitteilt?
Diese Veranstaltung ist ein Zusatzangebot, hier werden wir all das klären, für das in den regulären Veranstaltungen keine Zeit ist bzw. auch vorausgesetzt wird. Kommen Sie mit Ihren spezifischen Referatsthemen, Recherchen, Hausarbeitsfragen etc. und wir klären das gemeinsam. Hier werden wir gemeinsam an Ihren spezifischen Fragen und Herausforderungen arbeiten.

Lassen Sie uns in der Einführungssitzung am 17.4. gemeinsam den Fahrplan erstellen - möglicherweise verwenden wir nur jeden zweiten Termin, je nach Bedarf.

Anrechenbar über SQ-Punkte, Anmeldung über Campus, Besprechung am 17.4.

Dieses Bild zeigt Meyer
Dr.

Corina Meyer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

[Foto: Institut für Kunstgeschichte | Universität Stuttgart]